MUSANGA liegt auf dem Staatsgebiet der Demokratischen Republik Kongo, ca. 600 km östlich der Hauptstadt Kinshasa in der Region Bandundu, in der Nähe der Stadt Idiofa.

Die Reichtümer der Demokratischen Republik Kongo sind international hoch begehrt. Mit ihrem Abbau aber gehen oft  – besonders im Osten des Landes – schlimmste Menschenrechtsverletzungen einher.

Nicht so in „unserem“ Dorf. Dennoch sind die Menschen dort sehr arm, schlecht ernährt, haben kein ausreichendes Einkommen, um ihre Kinder in die Schule schicken zu können. Ebenso fehlt das Geld für eine medizinische Versorgung im Krankheitsfall. Das Gefühl, in Armut versinken zu müssen, hatte sich im Dorf breit gemacht.

Ziel des Fördervereins ist, den Menschen wieder Hoffnung zu geben dadurch, dass sie mit ihrer Hände Arbeit in die Lage versetzt werden, ihre Situation zu verbessern. Unser Partner ist das im Aufbau begriffene CENTRE SAINTE EDITH STEIN D’AFRIQUE-MUSANGA Asbl. Seine Arbeit soll im Geist der HEILIGEN EDITH STEIN geschehen.

 

 

Geschichtliches

Über die Geschichte seines Dorfes erzählt  ein Dorfbewohner:

MUSANGA ist ein Dorf, das viel Land umfasst, Idiofa und Elom sind darauf angesiedelt. Diese Gegend von Yassa Lokwa wurde im 18. Jahrhundert besiedelt. Im Dorf leben sieben Clans von Landwirtschaft, Tieraufzucht und Fischerei. Es sind dies die  Isal, Onkwon, Mbwesabel, Isem, Osong, Mbel und Ibes. Im Jahre 1814 hat das Clanoberhaupt ONKWOL ABUS den ersten belgischen Kolonialisten geholfen, ihre Administration aufzubauen. Später, im Jahre 1970, folgten protestantische Missionare aus den USA und Kanada. Im selben Jahr kamen auch Deutsche über Hilfsorganisationen nach Musanga. Ihnen wurde das Land langfristig verpachtet. Hierfür erhielt das Dorf 10 Rinder, die aber nach  wenigen Monaten  auf Grund mangelnder Kenntnisse der veterinärmedizinischen Pflege verendeten. Die Einwohner des Dorfes MUSANGA überblickten aufgrund von mangelnder Bildung nicht, dass der Verkauf ihres Landes sie in eine schlimme Lage für die Zukunft versetzte. So entstehen auf dem ihnen einst gehörenden Boden in Idiofa nun Ausbildungsstätten, zu denen die Bewohner von MUSANGA auf Grund ihrer Armut kaum Zugang haben.

Das Dorf heute

In MUSANGA leben etwa 500 Menschen. Es existiert keinerlei medizinische Versorgung. Im Dorf befinden sich zwei kirchlich genutzte Gebäude.

Die Schule dort liegt verwaist. Lehrerinnen und Lehrer gehen aufs Feld, um ihre eigene Familie zu ernähren. Die jungen kräftigen Männer verlassen ab etwa einem Alter von 15 Jahren das Dorf, um ihr Glück beim Goldschürfen, beim Diamanten- oder Coltanabbau, in der Hauptstadt oder im Ausland zu suchen, weil sie für sich im Dorf keinerlei Chance mehr für ein Leben mit besserer Zukunft erkennen können. Anstelle des erhofften Glücks steht dann am Ende meist Krankheit und Scheitern.

Der Weg zu den Feldern oder zum Wäschewaschen am Fluss beträgt knapp einer Stunde: auf dem Rückweg Brennholz, Wasser oder Ernte vom Feld auf dem Kopf. Um ca. 17 Uhr ist die Sonne untergegangen und die Zubereitung der Abendmahlzeit beginnt im Dunkeln vor der Hütte.

Die schwierigste Aufgabe ist es, die Wand der Resignation zu durchbrechen. Bereits mit der Anschaffung der Hacken, Schaufeln und Gießkannen durch den FÖRDERVEREIN ist Bewegung unter die Menschen im Dorf gekommen.

Corina Munteanu in Musanga
Corina Munteanu in Musanga

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Dorfbewohnerin empfängt ein Schaufelblatt durch ein Mitglied unseres FÖRDERVEREINS, von Frau Corina Munteanu. Sie hat in Frühsommer 2014 MUSANGA besucht.