Das 18. Kamel

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Ein Mann reitet durch die Wüste. Er sieht drei Menschen, die sehr traurig sind, und steigt von seinem Kamel. Sie erzählen, ihr Vater sei gestorben.

Der Mann tröstet sie und sagt, der Vater habe ihnen doch sicher etwas hinterlassen. Die drei antworten: Ja, gerade darin liege das Problem. Es seien 17 Kamele aufzuteilen. Der Älteste der drei bekomme die Hälfte. Der Zweitgeborene eine Drittel und der Jüngste ein Neuntel. Mit 17 Kamelen sei das unmöglich.

Der Mann überlegt und meint lächelnd: „Nehmt mein Kamel dazu, dann wird es funktionieren.“

So bekam von den 18 Kamelen der älteste Bruder die Hälfte, also neun. Der mittlere Bruder bekam ein Drittel, also sechs, und der jüngste ein Neuntel, also zwei Kamele. Ein Kamel blieb übrig – das Kamel des fremden Mannes. Er grüßte, stieg auf und ritt seines Weges.

aus: Andere Zeiten – Magazin zum Kirchenjahr 1/2015, www.anderezeiten.de